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Thema: Tierschutz im Unterricht
B. Jacob schrieb am 20.08.08 - 17:13 Uhr |antworten|
Integration einer Unterrichtseinheit Tierschutz in den Heimatkundeunterricht
Die Kunst der Literatur ist die Aufklärung, selbst im Naturschutz setzt man auf Aufklärung, jedoch in punkto Haustiere geschieht noch nicht sehr viel. Wenn man 1- 3 Unterrichtseinheiten in den Heimatkundeunterricht integrieren würde, um auch Tiergegner von dem bedeutenden Stellenwert von Hunden und Katzen in der Geschichte der Menschheit zu vermitteln, könnte man einseitigen Interessen in punkto Naturschutz entgegen wirken.
Die umstrittene Jagdpraxis kann doch nicht als A und O für Naturschutz gelten, der Haustiere zum Opfer fallen dürfen. Es ist auch ein Problem einer all zu materialistischen Wertung, die leider zu oft vergisst, dass uns in Flur, Wald und Gehöft lebendige Wesen die unseres Schutzes bedürfen gegenüberstehen, die auch eine Seele und Empfindungen haben. Dieses Verständnis der Bedeutung der Haustiere für den Menschen gilt es allen nahe zu bringen und auch einmal daran zu appellieren warum das so ist. Der Hund als Retter von Lawinenopfern z.B., die Katze die bedeutsam im alten Ägypten wurde um die Kornkammern, die Nahrung für den Menschen gegen Mäuse zu sichern und damit Hungersnot vermied, diese Verständnis brauchen wir dringend. Auch das Bewusstsein, dass man noch lange kein Naturschützer ist, wenn man einseitig Interessen der Forstwirtschaft oder landwirtschaftlicher Nutztiere respektiert, aber Haustiere als unnütz definieren mag, denn genau hier ist die offene Wunde,
wo man im Interesse des Naturschutzes handeln muss. Ich könnte mir hier Menschen aus Tierschutzvereinen als gute Gastlehrer in den Schulen vorstellen, die hier ein Grundverständnis für die Komplexität des Naturschutzes prägen könnten. Dadurch, dass es gerade immer wieder zu Übergriffen an Haustieren kommt, halte ich es für sehr notwendig, dass es eine Integration der Unterrichtseinheit Tierschutz im Heimatkundeunterreicht gibt.
Natürlich steht auch ein religiöses Problem zur Frage und da muss man unsere kulturelle Entwicklung verteidigen können, dass das Schächten von Tieren zu religiösen Zwecken ein grausames religiöses Ritual ist und im historischem Entwicklungsprozess ein Relikt aus Urzeiten ist, wo die Menschen selber noch Gejagte im Kreislauf der Natur waren. Da die Tiere Diener des Menschen sind, muss man auch lernen umzudenken.



