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Jungtiere unter 500 Gramm brauchen Hilfe - Vorsicht bei Gartenarbeiten
Neben kranken Igeln brauchen besonders Jungtiere im Herbst Hilfe durch den Menschen. Ein Winterquartier sollten Tierfreunde den anfälligen Jungigeln dann bieten, wenn diese Anfang November deutlich unter 500 Gramm wiegen, erläutert die Organisation Pro Igel in Neumünster. Hilfsbedürftige Tiere erkenne man außerdem daran, dass sie am Tag unterwegs sind: Bei den normalerweise nachtaktiven Tieren sei das ein deutliches Alarmzeichen, dann sind sie krank oder verletzt.
Den Angaben zufolge ist die Sterblichkeit bei jungen Igeln hoch. Der meiste Nachwuchs komme im August und September zur Welt und finde mit Anbruch des Winters kaum noch genügend Nahrung, um sich das notwendige ?Winterschlafgewicht" anzufressen. Gefundene Tiere sollten daher in einer kalten Unterkunft mit einem gut isolierten ?Schlafhaus" untergebracht werden - etwa auf einem wettergeschützten Balkon. Dort könnten sie dann Winterschlaf halten.
Beim Arbeiten im Garten können durch entsprechende Vorsicht Gefahren für Igel vermieden werden, zum Beispiel beim Einsatz von Tellersensen und Rasentrimmern, beim Gebrauch von Häckslern und Laubsaugern. Beim Mähen unter Hecken oder beim Umsetzen von Kompost ist besondere Vorsicht angesagt, denn bei solchen herbstlichen Aufräumaktionen im Garten wird Nistmaterial für die Winternester ?entsorgt" und mancher Igelunterschlupf unwiederbringlich zerstört.
(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 8. November 2006)
- weiterführende Links:
- www.pro-igel.de
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