Tierschutz aus der Region
Kein Tier unterm Weihnachtsbaum
Was unternehmen Sie, um bei den Vierbeinern Leid zu vermeiden?
Koser: Wir vermitteln ab Mitte Dezember keine Tiere mehr. Gerade zu Weihnachten ist viel Trubel, die Kinder sind aufgeregt und haben keine Zeit und Ruhe für das neue Tier. Nur in besonderen Fällen, etwa wenn die Katze eines älteren Ehepaars gestorben ist, machen wir eine Ausnahme."
Und wenn der Wunsch nach eine Tier trotzdem riesengroß ist?
Koser: Dann raten wir, einen Zettel mit einem Foto des Kaninchens, Meerschweinchens oder der Katze zu verschenken und das Tier nach den Feiertagen abzuholen. Dann haben die Kinder Ferien und mehr Zeit, sich damit zu beschäftigen. Generell sollten Tiere nur verschenkt werden, wenn auch die Eltern voll dahinter stehen, genauso tierlieb sind und auch Zeit und Geld miteinplanen.
Welche lebenden Weihnachtsgeschenke werden am häufigsten abgegeben?
Koser: Vor allem Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Katzen. Hunde seltener.
Wieviele Tiere haben Sie zur Zeit untergebracht?
Koser: Rund 60 Katzen, die zum Teil schon jahrelang bei uns sind. Gerade wenn neue Katzen dazu kommen, ist der Stress für das Rudel sehr groß. Die Leute wissen nicht, wie sehr diese Tiere darunter leiden. Außerdem haben wir zur Zeit je acht Meerschweinchen und Kaninchen. Auch zwei Hängebauchschweine und zwei Burenziegen wurden bei uns abgegeben. Da wir keinen Hundezwinger haben, können wir Hunde nur in absoluten Notfällen aufnehmen und verweisen sonst an das städtische Tierheim.
- Mehr News:
- News aus der Region
- News aus aller Welt



