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Tierschutz aus der Region

27.07.2007

Stadt Halle will Fütterung freilebender Tiere verbieten - bei Zuwiderhandlung droht Bußgeld

In der neuen, in Planung befindlichen Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Halle soll das Füttern freilebender Tiere verboten werden. Die zahlreichen Katzen auf Halles Straßen sollen, wenn es nach den Vorstellungen unserer Stadträte geht, in Zukunft selbst für sich sorgen müssen.

Für viele dieser Katzen, denen das Straßenleben von verantwortungslosen Mitbürgern aufgezwungen wurde, würde das nicht nur Hunger und nachfolgende Krankheit bedeuten ... viele Katzen würden diese lebensverachtende Verordnung wohl auch mit dem Leben bezahlen.

Die drei Tierschutzvereine der Stadt Halle haben Anfang Juli bei Vertretern der Stadt um einen Gesprächstermin gebeten, um auf mögliche Gefahren nach Umsetzung der neu geplanten GVO hinzuweisen und um Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Ein Gespräch von seitens der Stadt Halle wurde abgelehnt.

Erst nach Erscheinen eines Zeitungsartikel wurde durch die Stadt Halle zur Meinungsäußerung vor dem Stadtrat am 13. September geladen. Zu Diskussionen kann es an diesem Tag nicht kommen. Die Bürger dürfen lediglich ihre Meinung zum Thema sagen. Eine vorherige Anmeldung zur Redeerlaubnis muß erfolgen. Nach dieser "Bürgerstunde" werden die Stadträte diskutieren. Fraglich ist, ob die Mitglieder des Stadtrates in der Lage sind, die Folgen eines Fütterungsverbotes zu überschauen und zu einer geeigneten Formulieren in der GVO kommen können.

Liebe Tierfreunde,
helfen Sie mit, den Straßenkatzen unserer Stadt auch weiterhin das Leben zu sichern. Katzen, die über Jahre an festen Futterstellen versorgt wurden, sind auch weiterhin auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Zudem verstößt ein Fütterungsverbot von in menschlicher Abhängigkeit lebender Katzen gegen das Tierschutzgesetz.

Unterschriftslisten liegen bei den Tierschutzvereinen unserer Stadt aus oder können über unser Internetportal "bestellt" werden. Sie können auch eine Protest-eMail direkt an die Stadt Halle schicken: Buergerbriefkasten@halle.de

Text könnte wie folgt lauten und darf auch verwendet werden:

"Ich protestiere gegen das Vorhaben des Stadtrats, das Füttern freilebender Katzen pauschal zu bestrafen!

In §11, Absatz 5 des Entwurfs zur neuen Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Halle (Saale) wird das Füttern freilebender Tiere, also einschließlich an Futterstellen versorgter Katzen, generell verboten.
Laut §16 derselben Verordnung wird jede Zuwiderhandlung mit einer Ordnungsstrafe belegt.

Dieses Vorhaben der Stadtväter ist kontraproduktiv zur Arbeit vieler Tierschützer, die über die vorhandenen Futterstellen auch Kontrolle über die Population ausüben (Kastration) und Katzen tierärztlich versorgen. Zudem verstößt ein Fütterungsverbot von in menschlicher Abhängigkeit lebender Katzen gegen das Tierschutzgesetz.

Niemand kann wollen, dass die Stadt Halle im blinden Eifer gut gemeinter Ordnungsliebe zur tierfeindlichsten Stadt Deutschlands gekürt wird!"

Zur Meinungsäußerung steht auch unser Forum zur Verfügung!

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