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Tierschutz aus der Region

30.08.2010

Wer vermißt diesen Kater?

Das Katerchen (kastriert, sehr anhänglich) wurde am Freitag, den 27. August in der Wiener Straße in Halles Süden schwer verletzt aufgefunden. Seine "Finder" brachten ihn sofort in die nahegelegene Tierarztpraxis Gebel/Hetzheim. Dort wurde der Kater sofort operiert. Die Krankenbetreuung übernahm die Tierpension Lämmerhirt.

Wer ihn vermißt, bitte melden unter Tel. 0345 - 122 49 87.

Kater verletzter Kater aus der Wiener Straße in Halle

Das Katerchen muß schon mehrere Tage mit den Verletzungen umhergeirrt sein. Sein Bauch war voller Eiter, er hatte hohes Fieber. Die Wundlöcher können von einem Hundebiss herrühren. Er saß bei strömenden Regen in einer Pfütze.

4. September
Der Betreuer des Katerchen hat sich gemeldet. Herr L. ist HarzIV-Empfänger. Trotz knapper Finanzen versorgt er den Straßenkater seit 9 Jahren täglich mit Futter. Als das Katerchen von einem Hund angefallen und völlig zerbissen wurden, versuchte Herr L. vergebens Hilfe für ihn zu bekommen. Bei mehreren Tierärzten wurde die Hilfe wegen fehlender Zahlungsfähigkeit sofort abgelehnt. Auch beim Tierheim der Stadt Halle stieß er auf taube Ohren. Der Hundehalter war natürlich sofort "über alle Berge". Er war verzweifelt, gab die Suche nach geeigneter Hilfe auf. Auch einige Anwohner beschimpften ihn. Er solle sein bisschen Geld doch für andere Dinge verwenden. Er soll es nicht für Futter rauswerfen... das Katzenvieh kann sich um sich selbst kümmern...

Erst einige Tage später erbarmten sich Anwohner des schon sehr geschwächten Tieres und brachen es zum Tierarzt. Sie fanden ihn auf der Straße in einer Pfütze sitzend... Sie trugen auch die anfallenden Tierarztkosten von 250,00 €.

Das Katerchen ist auf dem Wege der Besserung und wird später auch in sein angestammtes Revier zurück können. Er wird weiterhin von Herrn L. versorgt. Wenn es noch einmal zu einem notwendigen Tierarztbesuch kommen sollte, wird sich Herr L. an die jetzige Krankenpflegerin des Katers wenden können...

Ein großes Dankeschön an Familie Weidlich - die Finder und Retter des Katerchen. Wenn auch sie weggeschaut hätten, wäre der Bursche sicherlich qualvoll verendet.

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