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Tierschutz aus der Region

15.01.2012

Mann lässt acht Katzen in Gartensparte zurück

von KATHARINA THORMANN, Mitteldeutsche Zeitung/Mansfeld-Südharz

STEDTEN/MZ. Das Entsetzen bei den Kleingärtnern in der Gartensparte Sandweg in Stedten ist riesig: Seit zwei Wochen irren auf ihrem Gelände acht schreiende Katzen umher. Auf der Suche nach Futter, aber vor allem nach ihrem Herrchen. Doch der einstige Pächter, der die Tiere seit Jahren mit Futter versorgt hatte, ist seit Silvester weg. Hat seine Laube gekündigt und alle Fressnäpfe mitgenommen. "Die Katzen hat er eiskalt zurückgelassen", sagt Christine Bril, von der Initiative Tierschutz in Eisleben, die von der Spartenvorsitzenden Heidemarie Szymanski alarmiert wurde. Genauso wie die Mitarbeiter des Veterinäramtes des Landkreises. Die waren am Freitag vor Ort. "Wir hatten uns eigentlich Hilfe erhofft, dass der Halter zur Verantwortung gezogen wird", sagt Spartenchefin Szymanski.

Doch eine Amt-Mitarbeiterin riet ihr lediglich, die Tiere nicht weiter zu füttern, sonst würde sie selbst zur Halterin werden. "Dieses Vorgehen ist kriminell. Sie wollen die Tiere verhungern lassen. Das ist Tierquälerei", findet Tierschützerin Bril und hat, nachdem bereits Anzeige gegen den Halter erstattet wurde, direkt nach dem Treffen auch das Veterinäramt des Landkreises bei der Polizei angezeigt.

"Wir sind alle fix und fertig", sagt Bril. So etwas Grausames habe sie in ihrer zehnjährigen Arbeit beim Eisleber Tierschutz noch nicht erlebt. Denn laut Gesetz gebe es nur zwei Möglichkeiten für die Tiere: Entweder das Ordnungsamt nimmt sich ihrer an oder der Halter muss sich weiter um sie kümmern.

Für eine konkrete Stellungnahme war der Landkreis am Freitag nicht mehr aussagekräftig.

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 13.01.2012)

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