Tierschutz aus aller Welt
Zoo Magdeburg will wilde Elefanten fangen lassen
Experten sind sich einig, dass es Tierquälerei ist, junge Elefanten aus ihrer Herde zu reißen: Die Trennung ist sowohl für die Jungtiere als auch für die Mütter extrem traumatisch, denn für das Wohlbefinden der hochintelligenten und sozialen Tiere ist das Leben im Familienverband unabdingbar. In Gefangenschaft hingegen fristen die größten Landtiere meist ein trauriges Dasein auf engstem Raum, es fehlt die für Elefanten so wichtige Herdenstruktur und die Fürsorge von Mutter, Tanten und Geschwistern. Hinzu kommt die brutale „Zähmung“ wilder Elefanten: Es ist gängige Praxis, sie mit Gewalt gefügig zu machen, um sie unter die Kontrolle der Tierpfleger zu bringen. Um die Wildfänge „einzubrechen“ werden sie an den Füssen gefesselt, geschlagen und an schmerzempfindlichen Stellen mit Eisenhaken traktiert. Diese brutale Unterwerfungsdressur hat fatale Folgen für Tier und Mensch: Über Hundert Pfleger wurden in den letzten 30 Jahren von Elefanten durch gezielte Angriffe schwer verletzt oder getötet. Auch im Zoo Magdeburg griff die Elefantenkuh Arusha ihren langjährigen Tierpfleger mehrfach an. Nachdem sie ihn 2003 in einen Betongraben schleuderte, wurde sie 2003 in einen spanischen Zoo abgeschoben, wo sie kurz darauf starb.
Zuletzt hatten im Jahr 1999 die zwei deutschen Zoos Erfurt und Dresden sowie Basel (Schweiz) insgesamt sieben wilde Elefantenbabies im südlichen Afrika fangen lassen und damit für weltweite Empörung gesorgt. Nachdem Tierschützer dokumentierten, auf welch grausame Weise die sogenannten „Tuli-Elefanten“ von ihren Müttern getrennt und misshandelt worden waren (s. Foto), versuchte der deutsche Bundesumweltminister die bevorstehende Einfuhr zu stoppen – ohne Erfolg. Der südafrikanische Händler, der die Tiere fangen und quälen ließ und sie anschließend an europäische Zoos verkaufte, wurde Jahre später rechtskräftig verurteilt. „Es ist kaum zu glauben, dass der Zoo Magdeburg aus diesem Skandal offenbar nichts gelernt hat und nun wieder Elefanten in freier Natur fangen lassen will. Uns liegen Fotos, Videoaufnahmen und zahlreiche Stellungnahmen von Elefantenexperten vor, die die Grausamkeit solcher Aktionen belegen. Wir fordern den Zoo auf, umgehend Abstand von seinen Plänen zu nehmen“, so die Pro Wildlife Sprecherin.
Liebe Tierfreunde,
Bitte helfen Sie Pro Wildlife, diese Tierquälerei zu verhindern.
Schreiben Sie an den Zoo Magdeburg und protestieren Sie gegen die geplante Einfuhr wilder Elefanten aus Afrika:
Dr. Kai Perret
Geschäftsführer
Zooallee 1
39124 Magdeburg
E-mail:
perret@zoo-magdeburg.de
info@zoo-magdeburg.de
(Quelle: www.prowildlife.de)
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