folgen Sie uns auf Twitter

Tier des Augenblicks

Mischlingshündin
Susi, ca. 4 Jahre

mehr...

Sie suchen ein Haustier ? Geben Sie einem Heimtier ein Zuhause ! Bei uns finden Sie ständig aktualisiert Hunde, Katzen und Nager.

Tagebuch einer Protestaktion

Anzeige
Banner Kleintierpension Lämmerhirt

Tierschicksale

Martin - hast Glück gehabt

<br />Martin als Zwerg...

...und hier als stolzer Hausbesitzer

"Es ist kalt - Mama, wo bist Du ? Ich friere so, und ich habe Hunger. Brüderchen, Schwesterchen, wo seid ihr ? Mama, komm doch endlich. So laute schreckliche Geräusche - Hände die mich aufnehmen - Hilfe, ich will nicht - loslassen ! Mama, hilf mir, - Mama, Mama, Maaammmaaa..."

24.3.1997

Ein älterer Herr meldet sich bei uns im Büro, er hat ein ca. 3 Wochen altes Hundebaby neben einer Mülltonne am Lutherbogen gefunden. Frau Winter holt den kleinen, hilflosen Kerl ab und überrascht uns an unserem ersten Urlaubstag mit dem Findelkind - Urlaub ade. Wir taufen ihn auf den Namen Martin Luther - nach dem Fundort, nicht wegen der Ähnlichkeit mit dem großen Reformator. Martin wiegt gerade mal 1600 g.

"Bin so müde. Oh, hier ist es schön warm und kuschelig - ich schlafe ein...

...Hunger, Hunger, ich habe Hunger. Mama, wo bleibst Du ? Mama ? Nein Du nicht, oder doch ? Du streichelst mich so lieb. Was ist das ? Ist das komisch, so hart, hm - da kommt ja leckere, warme Milch raus, kann ich gar nicht genug bekommen - man bin ich satt. Mama, streichel mir doch noch mein dickes Bäuchlein - oh, das tut ja sooo gut, und ich bin ja sooo müde."

Diese Prozedur wiederholt sich in den nächsten Tagen und Nächten aller paar Stunden. Wir sind todmüde, aber Martin fühlt sich wohl - so soll es sein.

28/29.3.1997

"Aua, in meinem Schnäuzchen piekt es ganz doll - Mama, guck doch mal - aua, aua, es tut so weh."

Martin bekommt seine ersten Zähnchen.


31.3.1997

"Schaut alle her, ich kann schon tippeln, ohne umzufallen (vorher haben alle über mich gelacht, weil ich immer umgefallen bin), sitzen kann ich auch schon ordentlich."


1.4.1997

"Was ist denn in der Schüssel? Riecht ja ganz gut - muß ich gleich mal ausprobieren - lecker - ich will mehr. Mama, ich will öfter so gutes Futter."


2.4.1997

"Ich muß jeden Tag artig in einer Schale sitzen und warten bis der Zeiger still steht - ganz schön anstrengend, sag' ich Euch. 2600 g, Mama nickt zufrieden."


5.4.1997

"Was ist das für eine große Welt? Eine Wiese, aha. Ich bin zum ersten mal auf einer Wiese. Neue Gerüche - andere Tiere - alles so wunderbar grün. Ich darf ab jetzt jeden Tag mehr von dieser großen Welt kennenlernen. Nach dem Spaziergang "qualmen" mir ganz schön die Pfoten - macht aber tierisch Spaß."


6.4.1997

"Ich lerne Rex kennen. Ist der groß und dick. Er ist ein Wolfsspitz. Man, hat der vielleicht tolles langes Fell - da kann man so schön dran ziehen. Rex schaut mich dann immer so knurrig an, ansonsten ist er ein prima Kumpel. Wir beide sehen uns jetzt öfter."


20.4.1997

"Ich mache mit meiner Pflegemama einen Ausflug mit dem Auto - man, dauert das lange. Wo wir nur hinfahren? Aha, ein großer Hof ist in Sicht - wir steigen aus - und ...'He Kleiner, wer bist Du denn ?', spricht mich eine etwas dickliche Hundedame an. 'Ich bin der Martin, und wer bist Du ?'. 'Ich heiße Bonny, und ich wohne hier. Ich wünsche mir schon lange einen richtigen Kumpel zum spielen. Willst Du bei uns bleiben ?'

Martin und Bonny verstehen sich auf Anhieb, Familie Beuche verliebt sich sofort in unseren Schützling. Wir entschließen uns, unser Herzblatt Martin sofort bei Beuches zu lassen, obwohl er noch so klein ist. Hundedame Bonny übernimmt ganz vorbildlich die Mutterrolle. Trotzdem fahren wir wehmütig nach Hause. Martin fehlt uns.


1.5.1997

Wir besuchen Martin. Er ist gewachsen und richtig frech geworden. Wir freuen uns daran, wie er und Bonny über den Hof toben. Bonny sieht dünner aus - Martin hält sie ganz schön auf Trab. Wir haben die richtige Entscheidung getroffen.


15.5.1997

Wir machen einen kurzen Zwischenstop bei Martin - er liegt faul in der Sonne. Bonny hat er an Körpergröße bereits überholt - arme Bonny, der Bursche wird ihr bald auf der Nase rumtanzen. Martin sieht jetzt einem Riesenschnauzer sehr ähnlich. Er ist groß geworden und wird noch weiter wachsen und wachsen und wachsen und ...


Wir danken:


  • dem Herrn, der Martin gefunden hat und nicht achtlos an ihm vorbeiging. Er hat ihm das Leben gerettet.

  • Familie Beuche für die liebevolle Aufnahme unseres Sonnenscheins.

  • unserem kleinen Martin für die chaotischen, wunderschönen Wochen, die er uns geschenkt hat. Wir haben ihn ganz doll lieb.



Heute ist Martin ein stattlicher Bursche und bewacht ein
ca. 5000qm großes Grundstück. Er hat sogar seine eigene Villa - mit Dachrinne. Wenn die Postfrau kommt, muß Martin angelegt werden - auch er gehört zu den "Posträubern". Auch zum Fototermin wurde Martin kurz an den "Strick gelegt", er hätte sonst nie still gesessen.

Conni und Jan Lämmerhirt


Übersicht Schicksale